Gekommen, um zu bleiben

Manuel Gogos (Foto: privat)

Wie erinnert sich Deutschland an seine Einwanderungsgeschichte?

Lange hat Deutschland diese Einwanderungsgeschichte(n) nicht als Teil der eigenen Identität betrachtet. Wie können wir uns an die Lebensgeschichten erinnern? Wie kann man sie kuratieren und in Museen fühlbar machen?

Gastarbeiter (Foto: DOMID)

Mit den Vereinbarungen zur Anwerbung von Arbeitskräften aus Italien (1955), Griechenland und Spanien (1960), der Türkei (1961) und vielen anderen Ländern hat sich das Leben in Deutschland und die Leben von Millionen Migrant*innen und ihren Familien für immer verändert.

Am Donnerstag, den 21. April, ab 20 Uhr sprechen wir damit mit dem Publizisten und Kurator Manuel Gogos über diesen Teil deutscher Geschichte.
Seit 1990 kämpften Menschen in Köln um das DOMiD „Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland e. V.“, das 2019 schließlich eine Förderung von Bund und Ländern in Höhe von 22 Millionen Euro bekam. Mit der Durchführung partizipativer Programme und dem Erarbeiten der Dauerausstellung ist das Projekt momentan schon weit fortgeschritten – die Bauphase ist ab 2025 geplant. Die Sammlung umfasst inzwischen über 150.000 Zeitzeugnisse aus der Migrationsgeschichte Deutschlands. 2027 wird die europaweit einzigartige Sammlung in das geplante „Haus der Einwanderungsgesellschaft“ überführt

Manuel Gogos hat diesen Prozess begleitet und mitgestaltet. Mit seinem Buch „Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft“ (transcript-verlag, 2021) erzählt und reflektiert dabei auch über die Erinnerungskultur in der Einwanderungsgesellschaft.
Manuel Gogos ist Geschichtenerzähler – durch seine Arbeit als Essayist, Radioautor oder als Ausstellungsmacher setzt er der Migrationsgeschichte Deutschland Denkmäler. Dafür hat er als Sohn eines griechischen Gastarbeiters auch ein biographisches Motiv.

(Erstellt am 11. April 2022)