Das Atelier als Schutzraum

Cholud Kassem (Bild: privat)

Die Künstlerin Cholud Kassem im Gespräch

In unserer neuen Podcastfolge ist unsere Gastgeberin Jana Stahl bei der Heidelberger Künstlerin Cholud Kassem im Kirchheimer Atelier zu Besuch.

Atelier von Cholud Kassem (Foto: privat)

Die 1956 in Bagdad geborene Cholud Kassem kam als kleines Kind mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Deutschland. Ihr Vater studierte Ingenieurwesen. Der Mutter blieb die deutsche Kultur fremd und sie kehrte bald in den Irak zurück. Cholud und ihr Bruder kamen zu deutschen Pflegeeltern, zeitweise auch in ein von katholischen Ordensschwestern geführtes Heim. Als Sechsjährige wurde Cholud Kassem getauft und war stark beeindruckt von den liturgischen Gewändern der Priester und der feierlichen Atmosphäre in der Kirche. Die Vorstellung durch den Glauben geborgen zu sein, habe dem kleinen Kind von damals geholfen, Ängste zu besiegen, sagt sie heute selbst.

Die Werke und Bilderserien von Cholud Kassem sind geprägt vom Thema religiöser Identität und von der Spannung zwischen zwei Kulturen und Religionen. In den letzten Jahren entstanden über sechzig Einzelarbeiten zur Serie „Burka Hidschab Nonnenschleier“ mit spielerischen Collagen von Elementen und Symbolen mit oft religiösen Hintergründen. Gerade bereitet Cholud Kassem zwei Ausstellungen vor, alle Infos dazu gibt es in der neuen Episode von Dreamers, dem Podcast des Interkulturellen Zentrums.

Burka Hidschab Nonnenschleier (Foto: privat)

Diese achte Folge wird ab Donnerstag, dem 22. April 2021 auf der Webseite und auf dem Youtubekanal des Interkulturellen Zentrums, sowie bei allen großen Audioplattformen, wie zum Beispiel Spotify und Deezer, frei zugänglich sein.

(Erstellt am 22. April 2021)