IZ beteiligt sich an der Woche der Meinungsfreiheit

Woche der Meinungsfreiheit (Bild: Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

Aktionswoche vom 03. Mai - 10. Mai

Ab Montag, dem 03. Mai, startet die Woche der Meinungsfreiheit. Die Initiative wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen, die vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai geht.

Unter dem #MehrAlsMeineMeinung machen über 30 Partnerorganisationen eine Woche lang mit Online-Diskussionen, Podiumsgespräche, Podcasts und Sendungen, Lesungen, Video- und Social-Media-Aktionen auf das Thema aufmerksam. 

Das Interkulturelle Zentrum macht auf Twitter und Instagram auf die Geschichten von verschiedenen Menschen aufmerksam, die in ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt wurden. 

Nasrin Sotoudeh - wegen ihres Einsatzs gegen Todesstrafe und Kopftuchzwang im Gefängnis

Libérez Narin Sotoudeh! (Foto: Wikicommons)

Die iranische Frauenrechtlerin Nasrin Sotoudeh ist seit 2018 in einem Teheraner Gefängnis festgehalten. Sie setzte sich gegen die Todesstrafe und den Kopftuchzwang im Iran ein. Kurzzeitig wurde sie wegen der angespannten Coronasituation in iranischen Gefängnissen freigelassen, ist aber inzwischen wieder - ohne Zugang zu Rechtsbeistand - hinter Gittern. 

Mehr Informationen und eine Urgent Action von Amnesty International findet ihr hier

Li Bifeng - wegen seiner Opposition zur Kommunistischen Partei im Gefängnis

Li Bifeng (Foto: Wikicommons)

Der chinesische Autor und Poet Li Bifeng sitzt seit 2011 wieder im Gefängnis, angeblich wegen Wirtschaftsverbrechen. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass seine Teilnahme an den Protesten auf dem Tiananmen Platz und seine Freundschaft zu Liao Yiwu ausschlaggebend war.

Mehr Informationen und eine Möglichkeit, Solidarität zu zeigen, findet sich hier.

Elżbieta Podleśna - erhielt Morddrohungen und wurde angeklagt wegen ihres Einsatzes für LGBT-Rechte

Die Madonna von Czestochowa mit Regenbogenheiligenschein (Foto: Wikicommons)

Die polnische Psychotherapeutin und Aktivistin Elżbieta Podleśna protestierte 2019 mit einem Bild der Madonna von Czestochowa mit Regenbogenfarben gegen Diskriminierung und Hass gegen LGBT-Menschen in Polen, und gegen den Einfluss der Kirche. Ihre Wohnung wurde daraufhin von der Polizei durchsucht, und sie wurde der Verletzung religiöser Gefühle angeklagt. 2021 wurde sie von einem Gericht in der Sache freigesprochen. 


Mehr Informationen finden Sie hier.

Ahmet Altan - ein Schriftsteller im Gefängnis

Ahmet Altan  (Foto: Wikicommons)

Ahmet Altan ist ein türkischer Journalist und Schriftsteller. Nachdem er lange für Zeitungen wie Hürriyet, Günes und Milliyet geschrieben hat, gründete er 2007 seine eigene Zeitung Taraf, die auch kontroverse Themen wie den Völkermord an den Armeniern und die türkisch-kurdischen Beziehungen behandelte. Nach dem Putschversuch 2016 wurde er der Zusammenarbeit mit dem Prediger Gülen bezichtigt und 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Auf den Druck des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wurde er 2021 freigelassen. 

Mehr über seine Arbeit und seine Geschichte finden Sie hier

Pablo Hasél - kontroverse Raptexte und eine Festnahme wegen Beleidigung des Königshaus

Pablo Hasél  (Foto: Wikicommons)

Pablo Hasél ist ein spanischer Rapper und ist in der Vergangenheit immer wieder durch seine Texte, die oft Politiker oder das spanische Königshaus attackieren, aufgefallen. 2021 wurde er deshalb festgenommen. Daraufhin kam es in vielen spanischen Städten zu Protesten gegen die Festnahme. Momentan sitzt er in Lleida in Haft. 

Mehr über seine Arbeit und seine Geschichte finden Sie hier

(Erstellt am 30. April 2021)