Hanau veränderte alles – wie eine Mutter gegen Rassismus kämpft

„Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.“

Podcastcover (Foto: Stadt Heidelberg)

Am 19. Februar 2020 tötete ein rechtsextremer Terrorist ihren Sohn Ferhat Unvar und neun weitere Menschen bei einem rassistischen Anschlag in Hanau. Der Anschlag rief in ganz Deutschland und weltweit Entsetzen hervor. Gemeinsam mit Angehörigen der Opfer möchte Serpil Temiz Unvar jedoch nicht in Schockstarre bleiben. Am 14. November 2020, dem Geburtstag ihres Sohnes, gründeten sie die Bildungsinitiative Ferhat Unvar. In der zehnten Folge des Podcasts „Dreamers“ spricht sie über die Arbeit der Initiative und darüber, wie sie Rassismus schon in der Schule bekämpfen möchte.  

Mit Multiplikatoren gegen Rassismus

Serpil Temiz Unvar (Foto: Bildungsinitiative Ferhat Unvar)

Denn auch das gehört zur Geschichte von Hanau und zur Erfahrung Ferhat Unvars. Bereits in der Schulzeit hatte er viele rassistische Erfahrungen gemacht. Diese Probleme haben seine ganze Familie geprägt. Deshalb beschäftigt sich die Bildungsinitiative Ferhat Unvar auch ganz speziell mit dem Dialog mit Schüler*innen. Viele Freunde Ferhats engagieren sich dabei an ihrer Seite, so zum Beispiel Ali Yıldırım, der ebenfalls im Podcast zu Gast ist.
Ali Yıldırım hat sich an der Bildungsstätte Anne Frank weiterbilden lassen, um auch andere für Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit zu sensibilisieren. Im Podcast berichtet er von seinen Erfahrungen bei dieser Weiterbildung und wie er diese in der Bildungsinitiative Ferhat Unvar weitergeben will.

Neue Folge im Podcast "Dreamers"

Diese zehnte Folge wird ab Donnerstag, dem 27. Mail 2021 auf der Webseite und auf dem Youtubekanal des Interkulturellen Zentrums, sowie bei allen großen Audioplattformen, wie zum Beispiel Spotify und Deezer, frei zugänglich sein.
Im Podcast Dreamers porträtiert das Interkulturelle Zentrum Heidelberg spannende interkulturelle Projekte und zivilgesellschaftliche Akteure, die ihre Träume aktiv umsetzen. In der ersten Staffel sprachen Patrick Figaj über seine Audiospurensuche „Tadschu“, das Autorenkollektiv HeidelFriends über ihr interkulturelles Buchprojekt „Nationalität: Mensch!“, der Asylarbeitskreis Heidelberg über die Arbeit mit Geflüchteten in Zeiten von Corona, die Neuen deutschen Medienmacher*innen über ihre Kampagne #Wetterberichtigung, das Internationale Frauen- und Familienzentrum (IFZ) Heidelberg über das Empowerment von Frauen während der letzten 30 Jahre, Volare e.V. und die Freunde Arabischer Kunst und Kultur über ihre Freundschaft, EVA e.V. und Synergie e.V. über ihre interkulturellen Projekte, die Künstlerin Cholud Kassem über ihre Ausstellung "Burka, Hidschab, Nonnenschleier" sowie Gunter Demnig und Susanne Himmelheber über das Erinnerungsprojekt „Stolpersteine“.