"Sicher sind wir nicht geblieben" - Laura Cazés im IZ
Was heißt es heute, in Deutschland jüdisch zu leben? Allzu oft wird darüber nur im Zusammenhang mit der Shoah oder als Reaktion auf Antisemitismus gesprochen. Die Gegenwart jüdischen Lebens, seine Vielfalt und Widersprüche, bleiben dabei meist im Hintergrund.
Die Autorin und Publizistin Laura Cazés richtet den Blick bewusst anders. In ihrem Buch versammelt sie zwölf jüdische Stimmen, die persönliche Erfahrungen, politische Perspektiven und Fragen von Herkunft, Sprache und Zugehörigkeit miteinander verbinden. Es geht um Selbstbehauptung und um das Unbehagen, das sichtbares jüdisches Leben bis heute auslösen kann – aber auch um neue, selbstbewusste Perspektiven auf das Hier und Jetzt.
Am 12. März um 18 Uhr liest Laura Cazés im Altes Tabakmuseum im Interkulturellen Zentrum aus ihrem Buch. Im Anschluss spricht sie mit Louise Hecht von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg über jüdische Selbstverortung zwischen Erinnerungskultur und Alltagsrealität. Anmeldung unter: anmeldung.iz@heidelberg.de
Diese Veranstaltung ist Teil der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" und findet in Kooperation mit dem Jüdischen Bildungswerk Baden und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg statt.
